Französische Symbole

In der französischen Nationalsymbolik spielen vor allem drei Symbole eine gewichtige Rolle: Nämlich die Nationalflagge Trikolore, die Frankreich personifizierende Marianne sowie der gallische Hahn als nationales Symboltier.

Eine Statur der Marianne

Eine Statur der Marianne (Bild: illustrez-vous – Fotolia.com)

Blau-Weiß-Rot

Die Trikolore mit ihren Parallelbalken in den Farben Blau-Weiß-Rot ist die zweifellos weltberühmteste Dreifarb-Flagge ihrer Art. Dabei ist die Bedeutung der drei Farben nicht eindeutig geklärt. Nach überwiegender Meinung gehen die durch angeblich bourbonisch-monarchistisches Weiß getrennten Elemente Blau und Rot auf die Stadtfarben von Paris zurück. Die 1789 entstandene, lange umstrittene Trikolore konnte sich endgültig erst 1830 als offizielle Nationalflagge durchsetzen.

Gestalt der Barrikaden

Ein unbedingtes Versatzstück aller französischen Bürgermeisterämter ist eine Büste der überaus populären Nationalikone Marianne. Die in der Regel mit einer phrygischen Mütze abgebildete, idealisierte Gestalt, der auf den Barrikaden der französischen Revolutionen kämpfenden jungen Frau Marianne gilt als Personifizierung der freiheitsliebenden französischen Nation.

Die heutigen offiziellen Büsten, der 1792 erstmals in einem Kampflied erwähnten Marianne, werden in regelmäßigen Abständen ausgewechselt und neu gefertigt. Dabei dienen meist berühmte und attraktive Schauspielerinnen wie Brigitte Bardot (1970) oder Sophie Marceau (1994) als Realvorlage. Die aktuelle Marianne wurde 2003 nach dem Gesicht der TV-Moderatorin Évelyne Thomas geformt.

Doppelter Gallus

Anders als Trikolore und Marianne ist der gallische Hahn kein amtliches französisches Nationalsymbol. Das auf die Doppelbedeutung des lateinischen Begriffs „Gallus“ sowohl für „Gallier“ als auch für „Hahn“ zurückgehende Frankreich-Huhn steht in der französischen Nationalallegorik als kämpferischer und ausgeprägt selbstbewusster sowie betont eleganter Typus als Entsprechung für den französischen Volkscharakter. Napoleon versuchte den seit der Renaissance sehr beliebten Gallier-Hahn, ohne nachhaltigen Erfolg, durch den ihm majestätischer erscheinenden Adler zu ersetzen.


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