Französische Sprache

Die französische Sprache gehört zu den beliebtesten Fremdsprachen und zu den am häufigsten gelernten Unterrichtssprachen. Über mehrere Jahrhunderte wurde das Französische vom europäischen Hochadel gesprochen, war eine wichtige Kolonialsprache und zählt zu den bedeutendsten Kultursprachen der Erde. Aufgrund seines romantischen Klangs, des Wortreichtum und der weiten Verbreitung, die über die Grenzen Frankreichs weit hinausgeht, erfreut sich die Sprache weltweit steigender Begeisterung.

Sich mit Französisch in Paris allein zurechtfinden

Sich mit Französisch in Paris allein zurechtfinden (Bild: Vadim Andrushchenko - Fotolia)

Sprachwissenschaftliche Klassifikation des Französischen

Aus linguistischer Betrachtung gehört Französisch zu den indogermanischen Sprachen und innerhalb dieser Sprachfamilie zum romanischen Zweig. Damit besteht eine Verwandtschaft zum Spanischen, Katalanischen, Rumänischen, Portugiesischem, Rätoromanischen und Italienischen, was besonders stark in der ähnlichen Grammatik und verwandten Wortstämmen innerhalb dieser Sprachen deutlich wird.

Verbreitung der französischen Sprache

Die französische Sprache zählt mit circa 220 Millionen Sprechern zu den Weltsprachen. Circa 115 Millionen sprechen Französisch als Muttersprache. Amtssprache ist es nicht nur in Frankreich, sondern auch in der Schweiz, auf Haiti, in Belgien, Kanada, auf einigen karibischen Inseln und in diversen Ländern in Zentral- und Westafrika.

Ferner gehört es zu den Amtssprachen der Europäischen Union, ist Amtssprache der Organisation Amerikanischer Staaten und der Afrikanischen Union. Innerhalb der UNO ist Französisch neben Englisch Arbeitssprache sowie einer ihrer sechs Amtssprachen.

Grundsätzliches zur Grammatik

Alle romanischen Sprachen stammen vom antiken Latein ab und haben einiges von ihm übernommen. Bezüglich der Grammatik wurden jedoch die komplizierten Deklinationen dieser Ursprungssprache getilgt. Somit besitzt die französische Sprache nur die zwei Geschlechter Femininum und Maskulinum. Zudem änderte sich die Flexion der Verben in diversen Zeitformen, also die Veränderung der Wortgestaltung zur Darstellung seiner grammatischen Funktion innerhalb eines Satzes.

Diese wird nunmehr unter der Heranziehung von Hilfsverben gebildet. Bezüglich des französischen Sprachbaus wird die Satzstellung Subjekt – Verb – Objekt verwendet. Diese linguistische Regel verfällt nur, wenn das Objekt in seiner Funktion ein Fürwort ist. Dann verändert sich die Stellung des Satzes in Subjekt – Objekt – Verb.

Das französische Alphabet

Aufgrund seines Ursprunges basiert das französische Alphabet auf dem Lateinischen und differiert kaum vom Deutschen. Verwendet werden lediglich die 26 Standardbuchstaben ohne die Umlaute ä, ö, ü oder das ß. Jedoch besitzt das französische ABC mit seinem nasalen Klang einige Besonderheiten, wie einzelne Akzente auf Vokalen oder einem diakritischen Zeichen unter dem Konsonanten C bzw. c (genannt Cedille), welche die Aussprache deutlich verändern.


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