Französische Küche

Die französische Küche ist gekennzeichnet durch ihre Vielseitigkeit, gute Weine und ihre Käsevielfalt. Die Nationalküche Frankreichs, die Cuisine francaise, galt schon seit der frühen Neuzeit als sehr einflussreich in Europa. Essen in Frankreich ist Lebensqualität, die französische Küche nationale Kultur und Tradition.

Kleiner geschichtlicher Abriss

Die „Haute Cuisine“, die gehobene französische Küche, entwickelte sich im 19. Jahrhundert und wurde zur französischen Nationalküche. Bekannte und einflussreiche Köche dieser Zeit waren Marie-Antoine Carême, Auguste Escoffier sowie Brillat-Savarin. Brillat-Savarin, auch Autor, veröffentlichte sein Werk „La Physiologie du Gout“ und machte damit die französische Küche bekannt.

Zugang zur gehobenen Kochkunst fand das Bürgertum durch die Eröffnung von Restaurants. Esskultur, ein hohes Niveau in der Speisenzubereitung und nicht zuletzt die Restaurantkritiken führten zur Entstehung der gehobenen Restaurantküche, der „Grande Cuisine“. Eine große Bedeutung für die Verbreitung der französischen Küche bildete die Veröffentlichung von Kochbüchern, Klassiker hier ist das „Le Cuisinier moderne“.

Für die Popularität und die Rückbesinnung auf den Eigengeschmack der Lebensmittel steht Paul Bocuse, einer der bekanntesten französischen Meisterköche. Auch die Gastronomieauszeichnungen – begehrt bei den „Sterneköchen“ ist auf die französische Küche zurückzuführen, der Michelin-Stern, veröffentlicht im „Guide Michelin“. Neben der Nouvelle Cuisine gibt es verschiedene Regionalküchen, die auf regionalen Spezialitäten und Zutaten basieren.

Typische Gerichte, Speisen und Getränke der französischen Küche

Viele Gerichte der französischen Küche sind bekannt. Guter Wein und frisches Baguette und Basisbestandteile jeden französischen Essens. Beliebt sind kräftige Eintöpfe wie die Bouillabaisse, eine Fischsuppe aus Marseille oder das Cassoulet (eine Art Bohneneintopf). Regional gibt es viele Spezialitäten, die auch in die gehobene Küche eingeführt wurden.

Die Normandie brachte den Calvados und kräftige Käsesorten wie Camembert oder Livarot, die Bretagne Belon-Austern, diverse Krebsarten, Hummer und die beliebten Crêpes. Das Périgord wurde durch Trüffel und Foie gras, Enten- oder Gänsestopfleber, bekannt. Weitere französische Spezialitäten zeigen sich in der Zwiebelsuppe, den Bresse-Hühnern oder der Zubereitung von Weinbergschnecken und Froschschenkeln. Den Desserts kommt in der französischen Küche eine besondere Bedeutung zu, allen voran Crème brûlée, Tarte Tatin oder Mousse au Chocolat.


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