Fête Nationale de la France

Der 14. Juli als Datum für die offizielle Fête nationale de la France, den französischen Nationalfeiertag, kurz Fête nationale oder 14 juillet genannt, wurde am 6. Juli 1880, in der Zeit der dritten Republik, festgelegt.

Seitdem feiert man nicht nur in Paris auf der Avenue des Champs-Élysées, sondern in nahezu allen Städten und Gemeinden Frankreichs den „juillet 14“ mit Volksfesten, Paraden und traditionell mit einem mitternächtlichen Feuerwerk. Die Fête nationale de la France geht gleich auf zwei historische Ereignisse zurück: den Sturm auf die Bastille und das Föderationsfest.

Sturm auf die Bastille

Der Sturm auf die Bastille (Bild von Jean-Pierre Louis Laurent Houel, veröffentlicht 1789)

Der Sturm auf die Bastille und die französische Revolution

Der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 gilt als Geburt der Französischen Revolution. Die Bastille war zum Zeitpunkt ein Gefängnis und die Befreiung der Gefangenen durch das Volk sowie der Triumph über den herrschenden Adelstand symbolisiert den Wahlspruch „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“.

Die Bastille wurde vom Ancien Régime unmittelbar nach dem Ereignis abgerissen. Heute existiert nur noch der „Place de la Bastille“ sowie eine Reihe bedeutender Kunstwerke, z.B. das Gemälde „Prise de la Bastille“ (1789) von Jean-Pierre Louis Laurent Houel oder „La Prise de la Bastille“ (1793) von Charles Thévenin.

Zweiter Ursprung der „Fête nationale de la France“

Am 14. Juli 1790 erinnerte das Föderationsfest als erster Jahrestag des Sturms auf die Bastille an die Versöhnung des französischen Volkes. Hunderttausende Zuschauer, das Militär, Vertreter aller Stände, Priester und Ludwig XVI, der König, schworen gemeinsam einen feierlichen Eid auf die Verfassung und auch mit den Vorbereitungen für das Fest, dem Herrichten des Festplatzes „Champ de Mars“, an dem sich Menschen aller sozialen Schichten beteiligten, tat sich ein weiterer Grund auf, den Zusammenhalt des französischen Volkes zu feiern.


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