Louis de Funès – Frankreichs unvergessener Schauspieler und Komiker

Selbst 30 Jahre nach seinem Tod lebt Louis de Funès in den Herzen seiner zahlreichen Fans weiter. Die Grimassen des Franzosen sind noch lange nicht vergessen und die Hektik, die seine Sprache und Gestik charakterisierten, machen ihn nicht nur in Frankreich zu einem unsterblichen Komiker.

Graffiti von Louis de Funes

Ob als Kunstwerk oder Rose: Louis de Fùnes bleibt unvergessen. (Bild: gillesklein/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Der Komiker der Herzen

Am 31. Juli 1914 wurde Louis Germain David de Funès de Galarza in der Nähe von Paris geboren. Er spielte zunächst nur unbedeutende Nebenrollen, nachdem er 1941 Schauspielunterricht genommen hatte. Erst Anfang der 60er-Jahre gelang ihm der Durchbruch am Theater. Nachdem er die Hauptrolle in „Der Gendarm von Saint Tropez“ spielen durfte, wurde er zum neuen Filmstar und -komiker der französischen Kinos.

Ab diesem Zeitpunkt wurden zwei bis drei Filme pro Jahr mit ihm gedreht. Im Jahr 1973 drehte Louis seinen erfolgreichsten Film „Die Abenteuer des Rabbi Jacob“, von dem allein in Frankreich 7,3 Millionen Zuschauer begeistert waren. Das war zu dieser Zeit jeder Siebente. Nach mehreren Herzinfarkten starb de Funès jedoch schon im Alter von 68 Jahren.

Grimassen zum Lachen

Das empörte „NEIN!“, ein überraschtes „Ahhhh!“ und die weltbekannten Wutausbrüche gehörten zum Standard-Repertoire von Louis de Funès, der stets den kleinbürgerlichen Choleriker darstellte. Zu seinen bekanntesten Rollen zählen die des Fantomas sowie seine Auftritte als Balduin. Beide Charaktere wurden zu sehr erfolgreichen Filmreihen verarbeitet.

Louis de Funès mokiert sich in seinen Filmen über die gesellschaftliche Ordnung und ist dabei manchmal ein Polizist, ein anderes Mal als Nonne verkleidet wie in „Louis‘ unheimliche Begegnung mit den Außerirdischen“ oder auch ein cholerischer Restaurantbetreiber. In allen Rollen, die er spielte, blieb er jedoch ein Schauspieler auf höchstem Niveau und sah sich selbst als Komiker des gesamten Volkes: „Mich interessieren nur Filme mit mehr als 500.000 Zuschauern“, gilt als bekannter Ausspruch des Filmstars, der auf der Spitze seines Erfolgs keine kleinen Filme mehr machen wollte.

Vielfach ausgezeichneter Künstler

1973 wurde Louis de Funès zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Dies ist ein Verdienstorden, der von Napoléon Bonaparte im Jahr 1802 gegründet wurde, um unter anderem auch kulturelle Verdienste zu ehren. Auch den César, einen nationalen Filmpreis in Frankreich, gewann de Funès und ihm zu Ehren wurden eigene Briefmarken gedruckt – 15 Jahre nach seinem Tod. De Funès war ein entschiedener Umweltschützer, der auf seinem Land darauf achtete, dass die Tiere nicht gejagt wurden. Da Louis de Funès eine Faszination für Rosen entwickelt hatte und eigene züchtete, wurde nach ihm im Jahr 1982 eine orangefarbene Rose benannt.


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