Street-Art in Belleville: Graffiti als Alternative zum Museum

Paris ist eine der international bekanntesten Städte, wenn das Thema Kunst zur Sprache kommt, denn in der französischen Hauptstadt kann man das meistbesuchte Museum, den Louvre, besichtigen. Neben den rund 160 Museen ist aber auch eine originelle und fantasievolle Kunstszene, genannt „Street-Art“, in der Großstadt zu Hause – vor allem im Stadtteil Belleville.

Streetart Paris

Graffiti im Pariser Stadtteil Belleville (Bild: Gilles Klein/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Immigrantenviertel als Zentrum von Street-Art

Belleville ist ein kleiner Stadtteil im Nordosten von Paris, der für viele Immigranten bekannt ist und somit eine Vielfältigkeit an Traditionen, Musik sowie auch Kunst bietet. Hier wurden der Kreativität keine Grenzen gesetzt, denn Street-Art ist in Belleville legal. Deshalb konnte sich die Gasse Rue Dénoyez zum Zentrum von Graffiti und anderen Formen von Straßenkunst entfalten und ist eine der am meisten fotografierten Straßen in Paris.

Street-Art-Fotograf Vito del Forte über Graffiti

„Die Straßen hier verändern sich fast täglich“, erklärt Vito del Forte gegenüber welt.de. „Ein Graffito, das gestern noch da war, kann heute bereits übermalt sein. Dafür findet sich an einem anderen Ort wieder ein Neues.“ Er entdeckt die Graffiti in Hinterhöfen, schmalen Gassen und Unterführungen und es findet sich fast jeden Tag ein neues Glanzstück für seine Sammlung, die er schon seit Jahren Stück für Stück erweitert mit Fotografien von bunten Schriftzügen und selbst gemalten Postern.

Auch Touristen müssen nicht stundenlang an der Warteschlange eines Museums anstehen, um zeitgenössische Kunst in Paris zu sehen. Die detaillierten Wandmalereien kann man an jeder Ecke bewundern, wenn man aufmerksam durch die Gassen von Belleville bummelt. Street-Art ist eine zunehmende und sich entfaltende Szene, bei der man täglich Neues sehen kann.


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